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Kolumne Juli 2016:

Was gut ist, ist auch schön

„Ich will meine ganze Schönheit vor dir vorüberziehen lassen und den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Ich gewähre Gnade, wem ich will, und ich schenke Erbarmen, wem ich will.“

Monatsspruch für den Juli aus dem 2. Buch Mose, Kapitel 33 Vers 19

Was gut ist, ist auch schön – dem Alten Testament war diese Verknüpfung ins Gewebe seiner Texte und Erzählungen geschrieben. Was schön ist, steigert nur das Gute. Schönheit für sich alleine gab es nicht, unschönes Gut konnte nicht gedeihen. So waren auch „gut“ und „hässlich“ ein Paar – allerdings eine Paarung der Gegensätze.

Die Erfahrung, dass Zeitgenossen um eines eigennützigen Zieles willen Schönheit und Güte auseinander dividieren, die kannte man damals auch. Dass reiche Menschen das Schöne für sich haben wollen. Und darüber das Gute nicht so hoch zu hängen bereit waren. Aber ein solches Verhalten war dann doch auffällig, begründungspflichtig, letztlich vor Gott kaum zu rechtfertigen. Gott selbst galt als Inbegriff von Güte und Schönheit, einer moralischen Ästhetik, die sich in Erhabenheit ausdrückte.

In der Zwischenzeit wurden die beiden Adjektive „schön“ und „gut“ entkoppelt. Seitdem fahren sie auf verschiedenen Gleisen durch die Landschaften unserer Empfindungen. Oft genug freilich verlaufen ihre Gleise noch parallel zueinander. Dort kommen tatsächlich Schönheit und Güte zusammen in den Blick. Das Auge wird mild, wenn es die Schöpfung ansieht, die durch den Sommerregen so überreich grün wurde. „Ach, wie schön“ – innerlich rufen Menschen in Anbetracht der Landschaften rund um den Starnberger See das alte Wortpaar in Erinnerung, gewollt oder unbewusst.

In einer Zeit, die womöglich mehr von der Realität kennt als frühere Zeiten – und vermeintlich weniger von Gott – tut es gut, einen ganzen Monat lang Zeit zu haben für Begegnungen mit dem Schönen und dem Guten. Und es wird geschehen, dass uns Menschen damit überraschen, dass sie Schönheit und Güte zwanglos beieinander halten, als wäre das anstrengungslos möglich. Von Gott ist die Schönheit dafür geschaffen, dass wir uns von ihr leiten lassen, das Gute zu suchen, und unverhofft zur Gnade zu finden.

Wenn Menschen heute so etwas erleben, sprechen sie davon, „eins mit der Natur“ geworden zu sein; verbunden mit der Empfindung, dass die Zeit langsamer verstreicht oder gar, gnädiger Weise, kurz stehen bleibt. Religiös sprachfähige Menschen resümieren, dass zur Einigkeit mit der Natur auch das Empfinden gehörte, Gott sehr nahe zu sein.

„Augenblick verweile, du bist so schön“ – auch wenn Sie derzeit nicht das Bedürfnis verspüren, in Ihrem Leben neues Land zu gewinnen, wünschen wir Ihnen doch einen Juli, in dem Ihnen Begegnung mit gütiger Schönheit und schöner Güte geschenkt werden. Immer dann, wenn uns solches wiederfährt, klopft Gott an das Gehäuse unserer Gewohnheiten und lockt uns aus dem Schneckenhaus heraus, ins Freie seiner Schöpfung.


Pfarrer Dr. Stefan Koch






Tageslosung für:

Sonntag, 24. Juli 2016
9. Sonntag nach Trinitatis
Der HERR macht zunichte die Pläne der Völker.
Gott hat Christus von den Toten auferweckt und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hat.

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stehen nun fest
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Weltgebetstag 2016
 
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